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10.07.2008
Wunderlich-Pressemitteilung 10/2008
Weitere Erfolge für das Team Wunderlich Nach dem überaus erfolgreichen Auftritt des Team Wunderlich beim Pfingstklassiker in Bremerhaven setzte das Team aus Sinzig eine zweite Duftmarke im Oscherslebener Motopark. Bei den „500 Kilometer von Oschersleben“, einem Drei-Stunden-Rennen am 25. Mai im Rahmen des ADAC Conti Langstreckencup, ging das Team Wunderlich mit seiner bekannten BMW R 1200 R, Baujahr 2006, an den Start. Als Piloten hatte das Sinziger Team neben Frank „Fritz“ Spenner diesmal Uwe „Rio” Reiße aufgeboten, der sich in den beiden Zeittrainings erst einmal an die BMW gewöhnen musste. Denn die Wunderlich-BMW unterscheidet sich in weiten Teilen vom Serienmotorrad, vor allem dem Boxermotor hauchen edle Verfeinerungen wie neue Kolben und Nockenwellen, leichtere Stößel und bearbeitete Kanäle richtig Leben ein. Mit Zard-Auspuffanlage, Racing Krümmer samt Blue-Luftfilter und optimierter Motorsteuerung bringt es der Vierventiler auf satte 125 PS Maximalleistung bei einem maximalen Drehmoment von 112 Newtonmeter. Lucas-Bremsscheiben gebieten vehement Einhalt, eine für den ambitionierten Sporteinsatz wichtige Antihopping-Kupplung komplettiert die Antriebsmodifikationen.
Weiteres sinnvolles Wunderlich-Zubehör wie eine spezielle Verkleidung und abriebfeste Deckel helfen, im Falle eines ungewünschten Bodenkontakts die Schäden gering zu halten um mit wenigen Handgriffen das Motorrad wieder rennfertig zu bekommen. Fürs Oscherslebener Rennen wurde ein neuer Satz Conti Race Attack aufgezogen, doch der sich immer stärker verdunkelnde Himmel ließ das Team vorsichtshalber die Regenreifen bereitstellen. Pünktlich um 14:05 Uhr wurde das Rennen ohne große Vorkommnisse gestartet, der erste Fahrerwechsel stand planmäßig nach 45 Minuten an. Uwe Reiße löste Frank "Fritz" Spenner ab und machte sich auf die zweite Etappe mit der Wunderlich-BMW, die zusätzlich durch ihre spezielle Lackierung im Stil der legendären R 90 S im Pulk immer wieder auffiel. Beim nächsten Fahrerwechsel nach anderthalb Stunden wurde die BMW aufgetankt, doch schon 30 Minuten später kam Fritz in die Box, um auf Regenreifen zu wechseln. Dabei verlor das Team Wunderlich wertvolle Zeit, weil es als einziges Spitzenteam nicht mit zwei Motorrädern am Start war. Die anderen Teams rüsteten ihre zweite Maschine in der Box mit Regenreifen aus, da brauchten die Fahrer nur das Bike zu wechseln und weiter zu fahren. Immerhin fuhr „Fritz“ bis 20 Minuten vor Rennende und konnte dabei ein wenig Zeit auf die anderen Teams gutmachen. Uwe bestritt den letzten Abschnitt bis zur Zielflagge, was auf der langsam abtrocknenden Strecke mit Regenreifen allerdings kein Spaß war. Die Ziellinie überquerte das Team Wunderlich nach 3:00:15 Stunden und 89 absolvierten Runden, dabei gelang der R 1200 R eine schnellste Runde von 1:42.647, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 129.625km/h bedeutet. Unterm Strich langte das zu einem ebenso beachtlichen wie undankbaren 4. Platz hinter Teams mit nicht nur leistungsmäßig deutlich überlegenen Motorrädern: Das Siegerteam Jolly Jumper fuhr auf BMW HP2 Sport/Ducati 998R, das zweitplatzierte Team KTM Zentrum Heilbronn setzte auf KTM RC 8 und Dritter wurde das Team HMC-Hannover/SK Bikes, das auf MZ1000S fuhr – allesamt mit einem zweiten Motorrad am Start, was einen „echten“ Reifenwechsel wie beim Team Wunderlich erübrigte.
Die Rennsport-Aktivitäten der Firma Wunderlich sind trotz der zahlreichen Erfolge im Straßen- wie Offroad-Sektor kein Selbstzweck. Die Extremsituation von Rennen dient den akribischen Tüftlern als harte Bewährungsprobe für Neuentwicklungen, die im Erfolgsfalle ins Wunderlich-Programm aufgenommen werden. Wie die neue Antihopping-Kupplung, die beim nächsten Rennen in Hockenheim eingesetzt wird.
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