10.10.2007

 

Road Racing in Deutschland

fritz r1

Ein wirkliches Straßenrennen in Frohburg, geil dass es so was gibt.
Fritz und Freundin sind Freitags mit LKW nach Frohburg los geschossen, um am selbigen Tag schon alles für die Rennen Samstag und Sonntag Startklar zu machen. Im LKW waren auch Rio’s und mein Moped, die dann schon unter dem Pavillon standen als wir spät abends in Frohburg nach noch kurzer Trainingsrunde mit meinem schweren Beamer standen. Samstag früh Morgens bin ich los um Papierkram und Abnahme zu erledigen, leider wurde mir dann ein riesiger Batzen Arbeit von der Technischen Abnahme gemacht, damit ich auch sicher mitfahren kann. Damit hatte ich Fritz seinen lockeren Start in dem Morgen und ganz gelassene Stimmung vor den Qualifing schwer verdorben. Zumal die Strecke nass war, musste noch Regenreifen rein und damit hab ich alle Anwesenden mit meiner nicht Vorarbeitung ins schwitzen gebracht, was mir furchtbar leid tut und ich mich in diesem Zuge für die zügige Bastelei an der LinksGasWaffe bedanken möchte. Zumindest waren jetzt alle schön Aufgewärmt :-)
Da ich in der Nacht den 3er schon um den Kurs gescheucht hatte, war mir klar das dieser schnell gefahren wird, aber mir war noch nicht so klar, dass dieser sau schnell gefahren wird. Die Fahrbahnmarkierungen und der meist starke Wind ließen mir die ersten paar Runden, es nicht wie eine lockere Sonntagsfahrt vorkommen. Doch musste ja jeder mit den Verhältnisse klar kommen. Im zweiten und letzten Zeittraining war die Strecke schon fast abgetrocknet, da wurde dann schon etwas Gas geben, aber es regnete wieder leicht und ich war sehr froh es nicht vorzeitig geschafft zu haben meine Räder zu wechseln. Dann gab es schon nach der dritten oder vierten Runde einen Abbruch, wegen einem Sturz. Eigentlich dachten wir es sei gelaufen, doch dann wurde etwa 15 min. später wieder zum Zeittraining aufgerufen... ich weiß nich was Fritz und Rio für Reifen drauf hatten, doch ich lag dann leider mit den Regenreifen in der Reifenfrage total daneben, Strecke war mittlerweile völlig trocken, wie sich rausstellte einige andere auch. Ich konnte mich qualifizieren und war sogar in der vorletzten Startreihe... super besser wie letztes Rennen und diesmal war sogar internationale Konkurrenz aus Irland hinter mir.
Dies hab ich sogar ohne meinen neuen Handschuh- Prototyp hinbekommen, da ich diese verflixte Ding einfach nich anbekommen habe, der im Rennen dann quasi die Geheimwaffe seien sollte.
Bei Fritz lief es am besten, er landete auf dem 7. Platz bei der Startaufstellung, Rio hatte ne total wilde Reifenauswahl getroffen und lag in greifbarer Nähe vor mir, na ja immerhin noch 4 Sekunden von der Rundenzeit entfernt, also nicht unbedingt greifbar, wie sich im Rennen dann zeigte.
Fritz hatte an diesem Tag seine erstes Rennen in der Superbike Klasse bei dem er mittelmäßig Abschnitt... Mittlerweile haben die meisten einfach mehr Druck im Kessel. Und gerade auf diesem Kurs ist ein Fetterer Motor einem guten Fahrwerk vorzuziehen. Er landete auf dem 16. Platz... 1:43’er Zeit.

fritz am gas

Sonntag war alles mit der warmen Morgensonne und besten Wetter gerettet... Gott sei Dank.
Die Rennvorbereitung hatte sogar ich schon an Vortag getroffen und jeder von uns konnte ruhig das erste Supersport Rennen um neun Uhr antreten. Obwohl es früh los ging waren schon einige Zuschauer an Streckenrad und im Fahrerlager.
Ich bin die Einführungsrunde recht zügig gefahren, genauso wie den Probestart, um die Reifen warm zu behalten und dann versuchen einige vor der ersten Kurve auszubremsen. Doch mein Start war zu schlecht und konnte gerade so meinen Startplatz halten. Rio kam besser weg und war schön innen um einige vor der ersten Kurve zu schnappen, doch als ich gesehen habe wie dicht sich das Feld in die erste Links einordnete hätte Rio schon so Dicke Eier dafür gebraucht, dass wir vorher den Tank hätten einbeulen müssen, damit er überhaupt sitzen kann….. :-D  So war zwischen ihm und mir ein Motorrad. Ich hab mir Mühe gegeben und hab schon in der nächsten engen Links mein Knie am Boden, dass ich das Bein schreckhaft rangezogen habe. Gibt es doch nicht... in Most bei der Brutalen Grip Strecke musste ich es fast ausstrecken um zu schleifen, doch hier fuhr ich direkt einfach schön schräg.
Ich fühlte mich auch besser, denn die Handschuh Geheimwaffe war im Einsatz. Nur in der Schikane hab ich einige Meter zu Rio hin verloren, hab erst später rausbekommen, wie man diese am besten fährt. Rio wurde dann auch schneller wie ich, was man später in der Ergebnisliste sehen konnte. Es trennten uns 6 Sekunden von unserer jeweils schnellsten Rundenzeit. Nur wurde ich leider in den letzten Runden überrundet, auch von Fritz der auf den 10. Platz fuhr.
Zum Glück war zum nächsten SSP Rennen das um 16 Uhr startete eine schöne lange Pause, die ich auch unbedingt nötig hatte, denn auf der schnellen geraden mit der eigentlich sechsten Gang Kurve hab ich mich sehr abgemüht die Honda im fünften dadurch zu manövrieren.

Fritz konnte sich nicht ganz so lange Ausruhen und musste um 13 Uhr auf die R1 um damit sein 2. Superbike Rennen zu bestreiten. Ich konnte das Rennen wunderbar vom Streckrand aus beobachten und Bilder/Videos machen. Leider ist seine R1 nicht mehr die aktuellste und ich konnte gut sehen, wie sich die neueren 100er einfach auf der Geraden vorbei geschoben.
Genauso ging es mir mit der 600er.
Die Strecke verlangt einfach einen Fetten Motor da es auf dem schnellsten Stück auch noch etwas Berg auf geht.
Fritz konnte sich gegenüber dem ersten Rennen auf den 12. Platz verbessern und fuhr seine schnellste Runde mit einer tiefen 1:42.

Zum zweiten Rennen der Supersport Klasse wurde aufgerufen und ich hatte mich schon früh bereit gemacht. Bei diesem Lauf konnte ich mich durch einen besseren Start direkt hinter Rio setzten und ich wollte diesmal versuchen dran zu bleiben, doch in der zweiten langsamen links hab ich mich total verschalten und gleich schossen drei Piloten an mir vorbei. So ein Mist, nun war ich letzter, aber egal sind wenigsten Leute vor mir zum Überholen :-). Ich bin quasi einige Runden für mich allein gefahren, was eigentlich gar nicht verkehrt war, da ich so langsam Verstand die Strecke schneller zu fahren. Als ich dann am vorletzten dran war viel es mir nicht schwer mich vorbeizubremsen, nur ich war leider viel zu unkonsentriert und habe diesen Platz durch wiederholtes verschalten wieder verloren. Meistens bin ich beim Kurvenausgang im falschen Gang, da ich nicht schnell genug beim Abbremsen mit dem Trickshifter runterschalten kann.
Nein, Schande über mich...Letzter...heul
Meine beste Rundenzeit war eine 1:53 und mein Abstand zu Rio ist um 1 Sekunde geschmolzen, der aber einige Plätze vor mir ins Ziel kam. Fritz seine R6 erlitt den zweiten kapitalen Motorschaden in diesem Jahr und schied  aus.
Hauptsache alle sind in einem Stück wieder Heimgekommen.
Mein Prototyp Handschuh hat sich bewährt und ich konnte meine CBR damit schön durch die Kehren bewegen, die schnelle Links mit etwas Hilfe durch die Beine, die ich wie ein Segel eingesetzt habe.

John